The Johnny Winter Story

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Biography from a German Magazine 1973

Seit er denken kann, musiziert Johnny Winter. Und er denkt schon eine ganze Weile. Am 23. Februar 1944 wurde er in Beaumont (Texas) als Sohn musikalisch engagierter Eltern - der Vater spielte Saxophon, zupfte Banjo und sang in Kirchenchören, während Mama Winter dem Klavier zugetan war - geboren. Kaum verwunderlich, dass in diesem Milieu Johnnys Interesse wie. auch dasjenige seines Bruders Edgar schon früh auf Musik gelenkt wurde. Als die beiden Brüder noch zur Schule gingen, hatten sie bereits ihre erste Blues-Gruppe: "lt and Them". Später änderten sie den Namen in Johnny Winter and the Black Plague um. Die Weichen stellten sich aber erst endgültig, als Johnny nach einem Semester am Technischen College Lamar Fersengeld gab und sich nach dem Blues-Mekka Chicago absetzte. Dort wollte er sich einmal richtig in die Blues-Materie vertiefen . --
Die «Vertiefung» dauerte nur einige Wochen. Nachdem er einige Male mit Leuten wie Mike Bloomfield und Barry Goldberg, damals selber noch unbeschriebene Blätter, gejammt hatte, zog es ihn wieder in den Süden hinunter. Sechs Jahre lang tingelte er dann durch die Lande. In einem grossen Zigeunerwagen mit Kind, Weib und Gesang. Die Engagements, die er zusammen mit Bassist Tommy Shannon und Schlagzeuger John Turner erhielt, waren künstlerisch zumeist uninteressant, da das Publikum stets nur gerade die jeweils aktuelle Hitparade hören wollte. Aber wenigstens verliehen ihm die vielen Auftritte die Bühnengewandtheit, iie es nun einmal braucht, um vor kritischem Auditorium bestehen zu können. Johnny Winter startete in dieser entbehangsreichen Zeitspanne mehere Versuche, bei Plattenfirsten unterzukommen. Meist gediehen derartige Bemühungen soweit, dass er zu Probe-aufnahmen ins Studio gebeten wurde, dort ein paar gängige Vummern aus seinem Bühnen repertoire vorspielen musste, md dann mit der Vertröstung (Interessant, was Wir werden uns melden,.
Worum Johnny Winter plötzlich auf den Blues pfeift ... sobald sich eine Möglichkeit ein Hitparaden-Barometer und bietet, eine Platte von Ihnen zu am Stimmungsbarometer in produzieren...» wieder Konzertsälen eindeutig schickt wurde. abzulesen gewesen war, dass 1968 wurde er dann das erste Johnny Winter zum erfolgs - Mal nicht fortgeschickt. Columbia Records (in Europa haben viele - ich schätze, es CBS) war fasziniert von diesem sind etwa vier oder fünf - Platschlohweisshaarigen Gitarristenfirmen, die früher mit Johnsten, der in einem Artikel fur Probeaufnahmen bewerk - Rock-Magazins Rolling Stone stelligt hatten, ihre Archive frenetisch gelobt und allein geplündert und im Vertrauen daraufhin ins Fillmore East auf die Dummheit des Volkes gagiert worden war. Johnny diese teilweise entsetzlich Winter wurde vom Fleck weg Aufnahmen als LPs veröfunter Vertrag genommen. Und fentlicht. Ausserdem hat natürdas erst noch mit einer Start- lieh Johnny Winter nicht aufgage, die einmalig in der gehört, reguläre (und faire) schichte der Columbia war. Longplays zu bespielen. Nach Nur gerade Bob Dylan erhält seinem Columbia Debüt folgte heute mehr. Kaum war der ein Doppelalbum genannt Vertragsabschluss «Second Winter», dann die LP schäftskreisen publik geworden «Johnny Winter And» und just den, regte sich in Los Angeles letzthin die Platte «Live Johny Winter And" drüben die Plattenfirma Liberty Winter And».
und brachte eine LP namens die beiden letzteren «The Progressive Blues Experiment- leases unter die Lupe nimmt, Exoeriment erzeugt von einem wird feststellen, dass da Johnny gewissen Johnny Winter, her plötzlich nicht mehr - wie zu-aus. Das Musikband war der vor - dem Blues frönt. Sondern Firma von einem Schwarz- auf ihn pfeift. Und dafür harten händler zugespielt worden. Die Beat-Rock serviert, der ihm Platte, ein aggressiver Blues- übrigens wie angegossen steht Brocken mit Musik, wie sie Die Gründe für diesen Stil - bald einmal für Johnny Winter wechsel sind in etwa identisch typisch sein sollte, flitzte ohne mit jenen, die bisher noch je-grosse Umstände hitparaden- den grossen weissen Gitarriaufwärts. Columbia ärgerte mit der Zeit bewogen grün und blau, hielt es eben, von Blues auf Rock umzudann aber doch für klüger, mit satteln. «Blues ist in seiner Art ihrem ersten Johnny-Winter- beschränkt. Und ich wollte Album etwas zuzuwarten, bis nicht jahraus, jahrein, dieselbe der Rummel um «Blues Experiment- Musik machen.» Um diesem Experiment» etwas abgeklungen Wunsche entsprechen zu könwar. Diese Taktik sollte sich , blieb Johnny nichts anderichtig erweisen, indem übrig, als seine bisherigen lieh ein halbes Jahr später die Begleitmusiker John und CBS-LP den Liberty-«Zögling» Tommy («Als Typen sind sie verkaufsmässig mühelos über prima. Aber sie kommen vom fiügelte... Blues nicht los. Es ging einfach Heute, zwei Jahre nachher, nicht mehr weiter») auszuhat Johnny Winter bereits an wechseln. Und zwar gegen die LPs auf dem Markt. Wie Rick Derringer (Gitarre), Ran-kommt das, wird sich jeder zu Randy Jo Hobbs (Bass) und Randy Recht - fragen. Nun,nachdem Z (Schlagzeug), die vorher zusammen die Rock-Format McCoys (Hang On Sloopy gebildet hatten. «Ich brauch ein paar Leute, die mich erzen und die vor allem sind», begründet Johnny s Wahl. «Die Ex-McCoys sin d genau richtig.» So richtig sie bisher indessen wieder nicht Zumindest nicht, nämlich Randy Z. Drummer erlitt infolge zu tensiven Drogengenus einen leichteren Wahnsinns fall und musste ins Spital bracht werden. Seither trommelt Bobby Caldwell für ihn.
Zusammengefasst lässt es sagen: Der Wechsel von BIues zu Rock bricht Guitar-Kö nig Johnny Winter keine Zahn aus der Krone. Im Gegenteil Der diesjährige Sommer wahrscheinlich sogar mehr Zeichen des (Johnny) Winter stehen, denn je ein Sommer
und ein Winter zuvor.

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19-Feb-2012 12:0548